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Die Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2007 führte dazu, dass der Baseler Ausschuss für die Bankenaufsicht damit begann, die Eigenmittelabsicherung der Banken, wie sie in Basel II stand, zu reformieren. Es gab Schwächen in der Bankenregulierung, die es abzustellen galt. Dafür sieht Basel III, das 2010 in seiner vorläufigen Endfassung veröffentlicht wurde und 2013 in Kraft treten soll, drei Säulen vor.

Die Säule eins besteht in der Erhöhung der Kapitalanforderungen für die Marktrisiken von Krediten und deren Verbriefung. Säule zwei soll die Standards der Überprüfungsprozesse durch die Bankenaufsicht erhöhen und Säule drei erweitert die Standards bei der Offenlegungspflicht.

Noch nicht regularisiert, aber in Basel III in seiner Endstufe vorgesehen, sind die Überarbeitung der Bestimmungen des Handelsbuches und die Erhöhung der Kapitalanforderungen für die Abwicklung von Bankgeschäften mit OTC-Kontrakten (Geschäfte außerhalb der Börse) über zentrale Gegenparteien. Außerdem soll eine Reduzierung der externen Ratings erfolgen.

Neben der Eigenkapitalbewertung soll aber mit Basel III auch eine Veränderung der Bewertung der Liquiditätssituation einhergehen. Basel III sieht grundlegende Prinzipien für ein funktionierendes Liquiditätsmanagement und dessen Überprüfung vor. Damit soll Refinanzierungsproblemen durch die Zentralbanken vorgebeugt werden. Die so genannte Liquidity Coverage Ratio (LCR) soll sicherstellen, dass Banken ihre Liquidität auch unter schwierigen globalen Umständen behalten können. Sicherheiten, die Banken verkaufen, sollten idealerweise von den Zentralbanken als solche akzeptiert werden.

Damit wird deutlich, dass Basel III im Gegensatz zu den Vorgängerversionen nicht nur die reine Eigenkapitalbasis berücksichtigt, sondern auch im Rahmen der Liquiditätsvorschriften Veränderungen herbeiführen wird. Erfahrungen aus der Finanzkrise sorgen also für eine Stärkung des globalen Bankensystems.


Mit dem Baseler Akkord von 1988 hat der Baseler Ausschuss für die Bankenaufsicht die Mindestkapitalausstattung von international tätigen Banken standardisiert. Eine achtprozentige Mindestabdeckung von Krediten wurde vorgeschrieben. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass ein Kredit in Höhe von einer Million Euro mit einem Eigenkapital der Bank von mindestens 80.000 Euro abgesichert sein muss. Im Juni 1999 sollte dann mit Basel II eine Neufassung der Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel I) angestrebt werden. Der Baseler Akkord war überarbeitet worden, um im internationalen Bankensystem eine höhere Stabilisierung zu erreichen.

Der wichtigste Änderungspunkt bei Basel II ist dabei die neue Transparenzanforderung. Banken müssen einer erweiterten Offenlegungspflicht nachkommen. Dadurch soll eine stärkere Bindung der Kapitalanforderungen an das wirtschaftliche Risiko der Kreditinstitute erreicht werden. Maßgebend für die Mindestkapitalanforderung nach Basel II sind Ratings, die durch Ratingagenturen oder die Kreditinstitute selbst erstellt werden können. Neue Standardsätze wurden eingeführt, die teilweise deutlich über die achtprozentige Mindestanforderung aus Basel I hinausgehen.

Im Jahr 2003 wurden die neuen Regelungen nach Basel II verabschiedet und sind seit 2006 in Kraft gesetzt worden. Es ist nachweisbar, dass Basel II inzwischen auch die Interessen von mittelständischen Unternehmen und kleineren Kreditinstituten wesentlich besser berücksichtigt, als es im ursprünglichen Baseler Akkord der Fall gewesen ist. Auch die internationale Akzeptanz von Basel II ist gegenüber Basel I deutlich gestiegen. Dazu führt unter anderem, dass für mittelständische Unternehmen eine reduzierte Risikogewichtung eingeführt wurde. Außerdem wurde bei Basel II eine wesentlich breitere Palette von Sicherheiten (real und finanziell), Bürgschaften und Garantien zugelassen.


Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat im Jahr 1988 eine Eigenmittelempfehlung herausgegeben, die unter der Kurzbezeichnung Basel I bekannt wurde. Damit sollte die internationale Harmonisierung der Eigenkapitalanforderung durch die Bankenaufsicht geregelt werden. Diese Regelung wird auch als Baseler Akkord bezeichnet und besagt, dass die Mindesteigenkapitalausstattung von Banken bei acht Prozent liegen muss. Gewichtet wurde hier die Kreditposition von Banken anhand einer standardisierten Risikobewertung.

Der Baseler Akkord war zunächst nur für international tätige Banken gedacht. Inzwischen gilt Basel I als weltweit anerkannter Standard für Banken und wird in mehr als einhundert Ländern angewendet. Maßgeblich von Basel I beeinflusst wurden auch die EU-Richtlinien. Deshalb ist Basel I auch in den entsprechenden deutschen Regelungen der Bankenaufsicht maßgeblich und im Deutschen Gesetz für das Kreditwesen (KWG) in den §10 und 10a verankert.

Da die Handelsaktivitäten der Banken eine immer höhere Bedeutung erlangen, wurden auch die Marktpreisrisiken wie zum Beispiel Währungsrisiken, Risiken aus Rohwarengeschäften oder Zins- und Kursrisiken in die Bestimmungen von Basel I integriert. So werden die Kreditinstitute in die Lage versetzt, Basel I auch zur Steuerung des Marktrisikos für ihre internen Modelle zu verwenden. Sie werden von der Bankenaufsicht entsprechend anerkannt. Allerdings ist Basel I in den letzten Jahren immer mehr in die Kritik geraten. Experten sagen, dass die ökonomischen Risiken der Banken im Baseler Akkord nur ungenau und grob dargestellt werden. Neue Finanzinstrumente wie zum Beispiel der globale Einsatz von Sicherheiten werden hier nicht berücksichtigt. Inzwischen sind Bestrebungen im Gange, den Baseler Akkord hinsichtlich dieser neuen Anforderungen zu überarbeiten und anzupassen.