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Unter der Bezeichnung Aasgeld findet man zweierlei Definitionen. Zum einen wurde der Begriff vor einigen Jahrzehnten als Bezeichnung für die Ausgaben von Tierfutter herangezogen, da dieses zur damaligen Zeit als Aas bezeichnet wurde.

Zum anderen sprach man beim Aasgeld jedoch von einer Art Bestechungsgeld oder Ersatzabgabe an Herrschaften. Damals musste jeder Bürger Heu, Hirse, Hafer oder andere Erntegüter zu einer bestimmten Menge an den herrschenden Führer abtreten. Als Alternative konnte man das so genannte Aasgeld bezahlen.


Abandon. Die Aufgabe (das Nichtausüben; giving up) einer Option (decisionnot to exercise or offset an option), dann auch Verzichterklärung (waiver) genannt. Der Verkauf eines Anteils an einem auf Nachuss-Verpflichtung (Nachschusspflicht; reverve liability: an obligation for additional contributions, if necessary) gegründeten Unternehmen, wie etwa bei einer Kreditgenossenschaft oder einem Bergwerk. – Siehe Call, Prämiengeschäft, Zubusse.

Quelle: Das Finanzlexikon | Prof. Dr. G. Merk, Uni Siegen


(abandonment, waiver): Die unwiderrufliche Preisgabe auf den Gebrauch eines Rechts (to give up a right with the intent of never again claiming). – Der Rücktritt von dem Anspruch, eine Option auszuüben (to make a decision that allows an option to expire unexercised). – Siehe Abandon.

Quellennachweis Finanzlexikon


Der Begriff Abbuchungsauftrag kommt aus dem Bankenwesen und bezeichnet eine bestimmte Art der Bankanweisung. Bei einem Abbuchungsauftrag geht die Initiative, anders als bei der herkömmlichen Inlands- oder Auslandsüberweisung, dem Dauer-, oder dem Abschöpfungsauftrag, nicht vom Zahlenden aus. Dieser wird vom Zahlungsempfänger in Auftrag gegeben und in regelmäßigen Abständen oder aber einmalig durchgeführt.

Um dies zu ermöglichen, muss der Zahlende natürlich vorab in schriftlicher Form zustimmen. Da diese Zustimmung nicht von der Bank geprüft wird und eine Abbuchung dadurch auch relativ einfach unrechtmäßig erfolgen könnte, hat der Zahlende ein Einspruchsrecht. Der Abbuchungsauftrag wird in diesem Falle widerrufen und das Geld retourgebucht.


Unter Abfindung versteht man in Deutschland die Auszahlung eines bestimmten Geldbetrags bei der Beendigung eines Dienstverhältnisses. Die Abfindung wird seitens des Dienstgebers geleistet und ist in Österreich auch unter dem Begriff Abfertigung bekannt.

Die Höhe der Abfindung ist davon abhängig, wie lange der Dienstnehmer im Unternehmen angestellt war und welchen Bruttolohn er erhalten hat. Die gesetzliche Regelung (seit 01.01.2004) sieht hier 0,5 Monatsverdienste pro Jahr vor. Früher konnte die Abfindung nicht geltend gemacht werden, wenn der Dienstnehmer selbst gekündigt hat oder aus dem Unternehmen entlassen wurde. Heute ist die Abfindung auch in diesem Falle zu leisten. Diese wird allerdings nicht mehr am Ende der Dienstzeit vom Dienstnehmer geleistet, sondern monatlich an eine Abfindungskasse gezahlt.


Unter der Abfragegebühr versteht man, wie der Name schon sagt Kosten, die für die Abfrage von bestimmten Daten und Informationen in Rechnung gestellt werden. Diese Gebühren werden vor allem von Banken und Behörden erhoben und kommen beispielsweise bei der Schufa-Auskunft oder beim Abfragen von Adressdaten oder behördlichen Informationen vor.

Sie sind heute alltäglich und werden in unterschiedlicher Höhe in Rechnung gestellt.


Unter dem Begriff Abgabenquote versteht man die gesamten Ausgaben, die ein Unternehmen oder ein privater Haushalt an den Staat entrichtet. Darin enthalten sind sowohl Steuern als auch alle Gebühren und sonstigen Abgaben. In Deutschland lag die Abgabenquote im Jahre 2009 bei durchschnittlich etwa 40 Prozent. Schätzungen zufolge wird der Wert auch weiterhin steigen.


Bei der Abgeltungssteuer handelt es sich um eine Steuer auf Kapitaleinkünfte. Sie wurde zum 01. Januar 2009 eingeführt, um das deutsche Steuersystem zu vereinfachen.

Für sämtliche Kapitaleinkünfte werden durch die Kreditinstitute pauschal 25 % Steuer zuzüglich Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag abgeführt. Dies gilt für Einnahmen aus Zinsen, Dividenden, Fondsausschüttungen sowie Verkaufsgewinne. Die Spekulationsfrist fällt weg, weshalb langfristige Anlagen uninteressanter werden, z. B. Vermögensaufbau- oder Rentenfonds. Kurzfristige Spekulationen hingegen werden durch den festen Abgeltungssatz, der häufig günstiger als die Lohnsteuer ist, vergünstigt und damit interessanter.


Der Begriff Ablöse kommt aus dem Mietrecht und bezeichnet eine Art Kauf. Wird eine Wohnung gemietet und befinden sich in der Wohnung Möbel oder andere Gegenstände, die der Vermieter an den Mietvertrag knüpfen möchte, kann er diese mittels einer Ablöse an den Mieter abtreten. Das Inventar gehört dann allerdings nicht mehr zum Mietgegenstand der Wohnung, sondern ist in das Eigentum des Mieters übergegangen. Dafür wird eine Ablösesumme gezahlt oder die Ablöse wird mit der Miete verrechnet.


Mit der Abnahmeverpflichtung verpflichtet sich ein Kreditnehmer, also der Schuldner einen vereinbarten Kredit in Anspruch zu nehmen. Und zwar muss dies innerhalb einer vertraglich vereinbarten Frist geschehen. Dazu lässt er sich den festgeschriebenen Betrag vom Kredit auszahlen. Je nach den individuellen Konditionen, die bei der Darlehensaufnahme vereinbart wurden, kann die Dauer der Abnahmefrist flexibel gestaltet werden.

Im Kreditvertrag wird eine Standardklausel zur Abnahmeverpflichtung eingefügt, welche der Kreditnehmer unterschreibt. Je nachdem, wer der Kreditgeber ist, wird z. B. bei einer Bank, wo der Schuldner sein Girokonto hat, das Geld auf dieses überwiesen. Bei einem Sofortkredit muss das Geld bar an der Kasse abgeholt werden. Holt der Kreditnehmer das Geld nicht ab, gilt der Kreditvertrag trotzdem.

Eine Stornierung zum jetzigen Zeitpunkt basiert nur auf Kulanz des Kreditgebers, meist gegen Bearbeitungsgebühr oder Entschädigungszahlung. Auf dem freien Markt spricht man auch von einer Abnahmeverpflichtung, wenn Lieferungen und Leistungen entgegen genommen und vergütet werden müssen.


Der Abschöpfungsauftrag kommt im Bankwesen vor und bezeichnet eine bestimmte Form der regelmäßigen Überweisung. Ähnlich wie bei einem Dauerauftrag, wird der Abschöpfungsauftrag ein bestimmter Zeitpunkt fixiert, an dem dieser automatisch durchgeführt werden soll.

Im Gegensatz zum Dauerauftrag wird beim Abschöpfungsauftrag allerdings kein fixer Betrag, sondern ein Kontolimit fixiert, bis zu diesem das Konto „abgeschöpft“ und der Betrag auf ein anderes Konto überwiesen wird. Es handelt sich also um Daueraufträge, die von einem Kontokorrentkonto abgebucht werden. Die Höhe der Beträge kann sich ständig ändern.


Bei einem Abschlag handelt es sich um eine pauschale Teilauszahlung zu einem bestimmten Geldbetrag, der einem anderen zusteht. An der Börse spricht man von Abschlag, wenn Aktien geringer bewertet werden. Es handelt sich also um eine Notiz an der Börse.

Bestimmte Tatbestände geben Anlass zu Kursrückgängen, z. B. beim Dividendenabschlag. Wenn an die Anleger Dividende ausgezahlt wurde, reduziert man den Aktienkurs um diesen Betrag. Weiterhin gibt es noch den Wegfall des Bezugsrechts, den Bezugsrechtsabschlag, den Zinsabschlag, die Ausschüttung einer Liquidation heute oder die Ausgabe von Berichtigungsaktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus den finanziellen Mitteln einer Gesellschaft.

Es handelt sich ebenso um einen Abschlag, wenn Kurse oder Preise hinter dem Nominalbetrag zurückbleiben, was auch als Disagio bezeichnet wird.


Eine Abschlagszahlung kommt vor allem bei der vorzeitigen Auflösung von Verträgen vor. Ist dieser Vertrag mit regelmäßigen Zahlungen verbunden und an eine bestimmte Vertragslaufzeit gebunden, kann eine vorzeitige Kündigung und eine damit verbundene Abschlagszahlung vereinbart werden.

Die Abschlagszahlung errechnet sich aus den Kosten für die Restlaufzeit und wird dann um eine bestimmte Quote reduziert. Wird zum Beispiel eine 80-prozentige Abschlagszahlung vereinbart, zahlt der Kunde insgesamt nur 80 Prozent der Kosten, die für die restlichen Wochen, Monate oder Jahre der Vertragslaufzeit angefallen wären.


Eine Aktie oder ein Index besitzt eine bestimmte Anzahl eines festgelegten Basiswertes, wobei dieser Anteilsbestand gegen Verlust abgesichert wird.

Das Absicherungsverhältnis gilt für die Anzahl der Optionen (Put-Optionen), die für diese Absicherung gegen die Preisänderungen im Basiswert benötigt werden. Dieses Absicherungsverhältnis wird auch hedge ratio genannt.

Wenn der Anteilsbestand komplett gegen Verluste abgesichert wird, steigt der Wert der Optionen um genauso viel wie der gesamte Werteverlust der Basiswerte.


Die Bezeichnung Abtretung wird gleichbedeutend mit Sicherheitsabtretung gebraucht. Diese dient der Sicherung eines Kredites oder eines Darlehens. Dabei tritt der Schuldner oder Kreditnehmer z.B.; seine Forderungen, die er gegenüber Dritten hat, an den Kreditgeber ab.

Wenn der Schuldner den Kredit nicht mehr bedienen kann, so kann sich der Schuldner an den Dritten wenden und seine Ansprüche geltend machen. Es gibt genaue gesetzliche Festlegungen, bei welchen Forderungen diese Abtretung möglich ist. Man nennt die Abtretung auch Zession. Die Übertragung der Forderungen wird in einem formlosen Vertrag vereinbart. Den alten Gläubiger nennt man dabei Zedenten, den neuen Gläubiger Zessionar.


Eine Phase von in der Tendenz fallenden Kursen, z. B. Aktienkursen, nennt man Abwärtstrend. Dieser kann eine bestimmte Aktie, den Index oder aber auch einen breiten Markt treffen. Man muss während eines solchen Abwärtstrends mit starken Schwankungen rechnen.

Von einem intakten Abwärtstrend spricht man, wenn sich immer wieder neue Tiefstkurse bilden. Kurzfristige Hochpunkte schließen dabei unterhalb des zuletzt erreichten Hochs.

Umfassen diese Abwärtstrends einen ganzen Markt und halten sie sehr lange an, so spricht man von einer Baisse. Abwärtstrends gibt es nicht nur an der Börse, sondern überall in der Wirtschaft. Ganze Branchen können von einem Abwärtstrend betroffen sein.


Verzeichnet der Wechselkurs einer Währung am Devisenmarkt eine Verringerung, so wird dies als Abwertung bezeichnet. Dabei wird der Außenwert einer Währung mit dem einer anderen verglichen, wobei die Währung ein Wert verliert. Eine Abwertung ist demnach also ein Werteverlust einer Währung gegenüber einer anderen.

Die Kaufkraft der inländischen Währung nimmt dadurch ab. Von Vorteil ist eine Abwertung für die Exportwirtschaft, wenn die Güter für die Devisenländer werden günstiger. Nachteilig ist die Abwertung demzufolge für die Importwirtschaft.


Am Ende eines jeden Handelstages wird von der Börse der Abwicklungspreis festgesetzt. Dafür zählen die letzten zwei Handelsminuten innerhalb eines Kursbereichs zur Kontraktbewertung. Zu diesem Preis, der auch als Settlement-Preis oder als Adjustment bezeichnet wird, werden die Geschäfte letzten Endes tatsächlich erfüllt. Diese Festlegung erfolgt von den so genannten Market Makern.

Bei Termingeschäften wird der Abwicklungspreis am letzten Handelstag festgesetzt. Waren-Termingeschäfte nennt man auch Futures.


Ein unverzinsliches Wertpapier wird als Abzinsungspapier bezeichnet, wenn beim Erwerb die Zinsen, die für die Laufzeit gezahlt werden müssen, vom Preis abgezogen werden. Man nennt diese Abzinsungspapiere auch Diskontpapiere.

Ihr Verkaufspreis ergibt sich durch Abzinsung des Nennwertes zum Zeitpunkt des Kaufes.  Am Ende der Laufzeit erfolgt die Rückzahlung dann zu 100 % des Nennwertes. Der um Zins und Zinseszins verringerte Wert der Anlage, der Kapitalwert, wird ausgezahlt. Weitere regelmäßige Zinszahlungen erfolgen nicht.

Ein bekanntes Beispiel für ein Abzinsungspapier sind Bundesschatzbriefe, außerdem bestimmte Sparbriefe und Zero-Bonds.


Aus dem Handel mit Optionen und Futures kommt die Bezeichnung „Additional Margin“. Diese Formulierung steht für eine zusätzliche Sicherheitsleistung welche Käufer hinterlegen müssen. Sollte der Kurs sich sehr ungünstig entwickeln, kann der Käufer seine Position verkaufen oder glattstellen, damit wir alle anfallenden Kosten begleichen kann.

Besonders bei spekulativen Anlagen ist das Additional Margin von Bedeutung. Weitere Beispiele sind neben Optionen und Futures Anleihen, Aktiengeschäfte und Non-Spread-Futures-Positionen. Dabei wird bei Anleihen und Aktiengeschäften Additional Margin nicht für die Geld-, sondern nur für die Wertpapierpositionen erhoben.


Paragraph 15 des Wertpapierhandelsgesetzes verpflichtet börsennotierte Unternehmen, sämtliche Unternehmenszahlen und bedeutsamen Abschlüsse, welche Aktienkurse erheblich beeinflussen könnten, „ad hoc“ der Öffentlichkeit bekannt zu geben.

Dies bedeutet eine Veröffentlichung unverzüglich und – wenn möglich – für alle Teilnehmer am Markt gleichzeitig. Dies muss in einem elektronischen Informationssystem oder in einem überregionalen Börsen-Pflichtblatt geschehen. Spezielle Ad-hoc-Dienstleister übernehmen diese Publizierung. Im Geschäftsalltag bezeichnet der Begriff „Ad hoc“ eine umgehende Erledigung, z. B. von Aufgaben.


Bei einem Adjustment, handelt es sich um einen Preis, der auch als Erfüllungspreis bezeichnet wird. Zu diesem Preis wird das Börsengeschäft tatsächlich erfüllt. Handelt es sich um ein Termingeschäft, so wird das Adjustment erst am letzten Handelstag festgesetzt.

Eine andere Bezeichnung für Adjustment ist der Begriff Settlement-Preis. Entscheidend für den auch als Abwicklungspreis bekannten Erfüllungspreis sind die letzten zwei Handelsminuten im Rahmen eines Kursbereiches.


Die Abkürzung ADRs steht für die Bezeichnung American Depository Receipts. Mit Hilfe von ADRs können amerikanische Anleger mit ausländischen Aktien handeln und müssen dafür nicht an die ausländischen Börsen gehen. Es handelt sich dabei um handelbare Aktienscheine, die von großen US-amerikanischen Banken ausgestellt werden. Diese werden wie herkömmliche Aktien auch an amerikanischen Börsen gehandelt.

Der Vorteil von AD’s ist es, den Handel zu erleichtern und zu beschleunigen. Es gibt mehrere Fälle, bei denen sich ausländische Aktien nur auf diese Weise an US-Börsen handeln lassen. Um den Preis eines ADR zu ermitteln, muss man sich an dem Preis orientieren, der an der Börse gilt, wo die Aktie notiert ist. Der Preis kann aber auch darunter liegen.


Hinter der Abkürzung ADS verbirgt sich der Begriff „American Depositary Share“. Bei ADS handelt es sich um Aktienersatzscheine. Sie werden an amerikanischen Börsen wie NYSE und NASDAQ als Ersatz für Stammaktien ausländischer Unternehmen gehandelt.

Im Normalfall ist es üblich, dass ausländische Unternehmen an den amerikanischen Börsen direkt nur ihre Namensaktien notieren. Stammaktien werden nur über ADS gehandelt. Das ist deshalb so, weil bestimmte Börsenhandelsvorschriften den Handel mit ausländischen Aktien an den amerikanischen Börsen regeln.


Bei der Advance Fee Fraud handelt es sich um einen Vorkassenbetrug. Seit den 80er Jahren verbreitet sich diese Art des Betruges, die viele Nachahmer gefunden hat. Das Opfer wird durch ein Fax, einen Brief oder einer E-Mail gebeten, einen finanziellen Vorschuss zu leisten, um daraufhin große Gewinne einzustreichen. Allerdings folgt dem Versprechen keine Leistung.

Die bekannteste Variante dieser Betrugsart ist der so genannte Nigerian Letter. In diesem werden dem Adressaten Beteiligungen an großen Gewinnsummen aus nigerianischen Ölgeschäften versprochen, wenn die Opfer im Vorfeld Gebühren für die Kontoeröffnung oder ähnliches auslegen. Nach nigerianischem Recht steht dieser Betrug unter Strafe (nach Artikel 419) und wird auch als 419-Betrug bezeichnet.

Auch die Hinterlassenschaften von Verstorbenen, die angeblich in Kürze an den Staat verfallen, sind eine beliebte Methode um Menschen einzuwickeln.


Der AEX ist der bekannteste niederländische Aktienindex und ist mit dem Deutschen Aktienindex DAX vergleichbar. Der Amsterdamer Exchange Index wird seit 1983 publiziert und ist aus den 25 wertmäßig größten Aktien Hollands zusammengesetzt, die in Amsterdam gehandelt werden.

Nach der Börse in Island war der AEX-Index die letzten zehn Jahre, bemessen nach internationalen Faktoren zur Gewichtung, der schwächste internationale Index. Bekannte Unternehmen, die im AEX indiziert werden, sind zum Beispiel die Direktbank ING, der Elektronikhersteller Phillips, das Erdölunternehmen Shell oder der international renommierte Hersteller für Navigationssysteme Tomtom. Der Handel an der niederländischen Börse ist also durchaus bedeutend und auch für Anleger interessant.


Wer die aktuellen Entwicklungen der Finanzwirtschaft betrachtet, erkennt die Dringlichkeit nach objektiven Bewertungsprofilen in internationalem Rahmen für Anleihen. Die AIBD, auch Association of International Bond Dealers (ehemals ISMA – International Securities Market Association) betrachtet genau diese Faktoren.

Die AIBD-Rendite ist ein internationales Renditenmaß für Anleihen und beachtet dabei die täglich anfallenden Stückzinsen, um diese am nächsten Tag wieder mit zu verzinsen. Dadurch ist der tatsächliche Zeitpunkt einer Verrechnung des Zinses nicht relevant und die tatsächlich anfallenden Zinsen werden objektiviert.  Gerade auch in dem unübersichtlichen Markt von Rentenanleihen hilft die AIBD Methode, beziehungsweise die Rendite nach ISMA, eine objektive Bewertung zu erlangen.


Unter einer Aktie versteht man einen verbrieften Anteil an einem Unternehmen, das sein Eigenkapital zu einem gewissen Teil durch die Verteilung von solchen Ansprüchen abdeckt.

Aktien sind seit vielen Jahren bekannt und mittlerweile nicht mehr nur ein Investitionsmittel einer wohlhabenden Schicht, sondern in der breiten Bevölkerung angekommen. Zum Beispiel wurde bei der Privatisierung der Deutschen Post deren Anteile am Eigenkapital durch Aktien ausgeschüttet und es entstand der Mythos der Volksaktie.

Letzte Entwicklungen haben gezeigt, dass man mit Aktien aber auch hohe Verluste einfahren kann. Doch wo hohe Verluste sind, sind auch hohe Gewinne möglich. Nach diesem Prinzip mit einer guten Nase für das richtige Geschäft hat es der bekannte Anleger Warren Buffet bis zum Milliardär gebracht.


Viele Menschen mögen noch nichts von einem Reverse-Convertible-Bond gehört haben. Einige andere wissen vielleicht, was eine Aktie ist, können aber wiederum nichts mit einer Aktienanleihe anfangen.

Beides bezeichnet jedoch dasselbe Anlageprinzip, nämlich für einen festgelegten Preis Wertpapiere zu erwerben, die man nach einer bestimmten Zeit wieder verkaufen kann. Der Verkauf der Aktie macht das Finanzprodukt aber so besonders. Zwar zahlt der Investor zu Beginn einen höheren Preis, kann dafür aber beim Verkauf wählen, ob das Paket für einen Nominalpreis verkauft werden soll oder ob eine bestimmte Menge der Aktien wieder erworben werden sollen. Im Falle eines Kursverlustes ist der Käufer durch den Nominalpreis abgesichert, bei Kursgewinnen nimmt er selbst Gewinne mit.


Den Begriff Fonds kennt spätestens seit der Finanzkrise jedes Kind, aber was für ein Finanzmechanismus sich dahinter befindet, können nur wenige entschlüsseln.

Der Aktienfonds ist ein Investmentpool, aus dessen Geldern hauptsächlich Aktien gekauft werden, die möglichst so abgestimmt werden, dass man unabhängig von Verlusten einzelner Wertpapiere hohe Renditen mit Sicherheit kombiniert. Dabei hat man die Wahl, in ein internationales Aktienpaket zu investieren, oder sich auf bestimmte Branchen oder gar Regionen zu beschränken.

Mittlerweile gibt es sogar Aktienfonds, die nur in ökologisch bewusste Unternehmen investieren, und somit durch Investitionen die Umwelt fördern. Der Mythos des bösen Finanzinstrumentes kann abgewiesen werden, denn die Verantwortung liegt immer beim Anleger.


Adidas, Siemens, ThyssenKrupp oder die Deutsche Bank – diese Namen stehen für den Erfolg der deutschen Wirtschaft. Alle diese Unternehmen sind nach dem Prinzip einer Aktiengesellschaft organisiert. Diese basiert auf dem Prinzip, Teile der Firma durch die Vergabe von verbrieften Anteilen am Unternehmen zu verkaufen. Das bietet oft lukrative Möglichkeiten sowohl für die Unternehmer als auch für die Investoren, beträchtliche Gewinne zu erzielen.

Man spricht hier auch von einer Win-Win-Situation. Der Unternehmer benötigt Kapital, um seine Firma betreiben zu können, doch Fremdkapital ist oftmals teuer und nur schwer zu bekommen. Investoren suchen hohe Renditen, die sie bei Sparanlagen von Banken oft nicht finden. Durch die Organisation als Aktiengesellschaft können Unternehmer leichter an Kapital gelangen und Investoren hohe Gewinne einfahren.


Mitten in Frankfurt liegt ein altes Gebäude, bei dem man eher auf ein bedeutendes Schloss oder ein altes Gericht schließen würde. Doch in diesem Gebäude befindet sich die größte deutsche Handelsbörse für Aktien.

Hier wird auch der bedeutendste Aktienindex Deutschlands gehandelt, der Deutsche Aktien Index, kurz DAX. Ein Aktienindex ist ein Verzeichnis, das eine Anzahl einzelner Aktien enthält, deren Summe eine Kennzahl für die Gesamtentwicklung eines bestimmten Marktsegmentes darstellen soll. Die Veränderung des Aktienindex spiegelt also die Wertentwicklung eines bestimmten Produktes oder einer bestimmten Region wider.

Der bekannteste und wertvollste Index der Welt wird in der bekannten Wall Street, in New York City ermittelt und heißt Dow Jones.


Als Aktienkurs, der in Deutschland auch Börsenkurs genannt wird, bezeichnet man den an einer Börse notierten Preis für ein Wirtschaftsgut oder für Unternehmensanteile. Dabei bestimmen Angebot und Nachfrage das Steigen oder Fallen des Aktienkurses. Unterschieden wird hier zwischen dem so genannten Kassakurs und dem taxierten, also dem geschätzten Kurs. Dabei liegt der ermittelte Aktienkurs grundsätzlich immer zwischen dem maximalen Preis, den ein Käufer für das Wertpapier bezahlen würde, und dem minimalen Preis, zu dem es sich wieder veräußern lässt.

Für Aktien ist auch der Nennwert von Bedeutung. Er wird anhand des Unternehmenskapitals vor der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft und vor der Emission der Aktien festgelegt und verändert sich nicht. Generell wird also der Aktienkurs nach Käufer und Verkäufer unterschieden. Der Kurs des Käufers wird dabei als Geldkurs, der des Verkäufers als Briefkurs bezeichnet.

Außerdem erfolgt eine Einteilung nach dem Zeitpunkt der Kursermittlung. Als Eröffnungskurs bezeichnet man den ersten am Börsentag notierten Kurs, als Schlusskurs den Kurs, den das Wertpapier bei Schließung der Börse verzeichnet.

Auch das Kursfeststellungsverfahren hat Einfluss auf die Bezeichnung (fortlaufender oder Kassakurs) und natürlich auch die Qualität des Ermittlungsverfahrens (gehandelter oder Taxakurs).

Neben den an der Börse notierten Kursen kann man Aktien auch außerhalb der Börsen handeln. In diesem Fall werden die Kurse von Makler oder Händler frei ausgehandelt. Solche Geschäfte bezeichnet man auch als Over-the-Counter-Kurse.

Einfluss auf die Entwicklung des Aktienkurses haben politische und wirtschaftliche Faktoren. Bei Krisensituationen ist an den internationalen Börsen in der Regel ein Kursabfall zu verzeichnen. Eine dauerhafte Absenkung der Börsenkurse nennt man Baisse, während höhe Kursgewinne als Hausse bezeichnet werden.


Viele Leute haben bereits auf Fußballspiele gewettet. Einige werden damit Geld verdient haben, in vielen Fällen fährt man allerdings auch Verluste ein. Nach demselben Prinzip funktionieren prinzipiell Aktienoptionen, denn dabei geht es darum, ob man glaubt, dass eine Aktie steigt oder fällt.

Generell verbindet man mit einer solchen Option das Recht, ein erworbenes Wertpapier zu einem vereinbarten Zeitpunkt zum festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen (Put-Option). Erwirbt man eine gewisse Anzahl an Aktien und denkt, dass diese steigen werden, so wird man zum Beispiel die so genannte Call-Option nutzen. Dabei kann man eine Aktie zum festgelegten Preis nach einem Zeitraum kaufen. Steigt die Aktie stärker als erwartet, hat man sie günstiger erworben und somit effektiv Geld gewonnen. Im umgekehrten Fall wird das Verkaufen zu einem vereinbarten Termin, die sogenannte Put-Option angewandt.


Man denkt häufig, dass die internationalen Märkte mittlerweile nur noch dazu dienen, Unternehmen durch gesichtslose Investoren zu finanzieren. Das geltende Recht in Deutschland gibt allerdings andere Richtlinien vor.

Wer als Unternehmen Namensaktien emittiert, ist auch dazu verpflichtet, festzuhalten in wessen Besitz sich diese Aktien befinden. Genau diese Funktion übernimmt das Aktienregister. Im Gegensatz zu Inhaberaktien, die durch bloße Einigung und Übergabe Besitz und Eigentum wechseln, ist man verpflichtet, Namensaktien mit Angabe von Name oder sogar Geburtsdatum auf einen neuen Besitzer zu übereignen. Dadurch ist die Übersichtlichkeit der Investitionen gesichert. Die Aufgabe, ein Aktienregister zu führen, kann auch an externe Registrargesellschaften übertragen werden.


Nach § 67 des Aktiengesetzes ist die Übereignung von Namensaktien genau geregelt. So ist es mittlerweile notwendig, ein Aktienregister zu führen, um eine Übersicht der Investoren zu garantieren. Daher ist eine Instanz für das Unternehmen notwendig, die diese Übersicht in Form des Aktienregisters anlegen, pflegen und verwalten muss.

Oftmals muss dafür im Unternehmen eine eigene Infrastruktur geschaffen werden, was relativ kostenintensiv sein kann. Mittlerweile haben sich allerdings auch Registrargesellschaften gegründet, die durch Vereinheitlichung mit deutlich geringeren Fixkosten pro Aktienregister auskommen. Daher ist es für viele Aktiengesellschaften lukrativer geworden, die Führung des Aktienregisters extern zu vergeben und sie an eine solche Gesellschaft zu übermitteln. Aktienregisterführer können somit sowohl die AGs selbst, als auch fremde Gesellschaften sein.


Wer die Schwankungen einzelner Aktien mitverfolgt, sieht oftmals Prozentsätze, aber auch den Wert der Aktie. Dabei unterscheiden sich die Werte der Aktien einzelner Unternehmen teils massiv. Während die Aktie von Apple etwa zur Zeit bei ca. 250 US Dollar notiert, liegen die Aktien von Microsoft fast bei gerade einmal einem Zehntel dessen.

Ist der Aktienwert also ein Index für die Stärke des Unternehmens? Wer sich etwas besser auskennt, weiß, dass man durch den Stand lediglich einen Rückschluss auf das Aktienkapital des Unternehmens erhält. Früher wurde der Wert eines Unternehmens durch Erfolg geprägt. In der heutigen Zeit, kann der Börsenwert eines Unternehmens, jedoch aufgrund der “Zocker” am Aktienmarkt kaum reell bestimmt werden. Denn dieses ergibt sich summiert aus den Nennwerten aller ausgegebenen Unternehmensanteile.

Wer in Deutschland eine AG gründen möchte, benötigt dafür zum Beispiel mindestens 50.000 € Aktienkapital.


Bei einem Akzept handelt es sich um einen akzeptierten Wechsel. Ein Wechsel zählt zu den Wertpapieren und enthält eine Zahlungsanweisung des Ausstellers an den Schuldner (Bezogenen) oder einem Dritten. Dieser wurde vom Hauptschuldner, dem Bezogenen, angenommen. Er geht damit eine Zahlungsverpflichtung ein. Dazu wird der Wechsel unterzeichnet, man nennt dies auch „quer schreiben“. 

Zu einem bestimmten Termin muss daraufhin an einem festgelegten Ort eine vereinbarte Geldsumme gezahlt werden. Rechte aus einem Wechsel könne nur durch seine Vorlage geltend gemacht werden. Übertragungen von Wechseln erfolgen in Form eines Indossaments, d. h. durch einen schriftlichen Übertragungsvermerk. Einen nicht akzeptierten Wechsel (geplatzter Wechsel) bezeichnet man als Tratte.


Der American Stock Exchange oder auch AMEX ist die zweitgrößte Wertpapierbörse in New York. Der erste Marktplatz für Wertpapiere ist der New York Stock Exchange (NYSE). Es handelt sich beim AMEX um den umfangreichsten Handelsplatz für Finanzen in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Bereits mehr als hundert Jahre entwickelt der AMEX immer wieder neue Investmentprodukte. Gleichzeitig bietet er Unternehmen und Investoren fortschrittliche Dienstleistungen. Zu den Tätigkeitsschwerpunkten des AMEX gehören Indexoptionen, die Betreuung kleinerer Unternehmen und der Börsengang der Unternehmen, als eine Art Vorstufe, bevor sie an der NYSE zugelassen werden.


Von einer Amortisation spricht man, wenn die Schuld planmäßig nach einem Tilgungsplan getilgt wurde. Der Plan wurde im Voraus festgelegt. Weiterhin wird auch die Rückzahlung von Schuldverschreibungen auf der Grundlage von Emissionsbedingungen als Amortisation verstanden.

Eine weitere Definition bezeichnet den Rückfluss von investierten Mitteln, wenn die Investition Erträge abwirft. Das gilt immer dann, wenn dieses Volumen höher ist, als die ursprünglich investierte Summe. Man sagt, die Investition hat sich „amortisiert“, also gerechnet.


Amtliche Makler, die auch Kursmakler genannt werden, vermitteln an der Börse die Wertpapiergeschäfte an die zum Handel zugelassenen Besucher der Börse. Daneben wirken amtliche Makler an der Feststellung der Kurse mit. Sie vermitteln auch nur Wertpapiere, die amtlich notiert sind.

Die Bestellung amtlicher Makler erfolgt durch die Landesregierung in Zusammenarbeit mit Börsenvorstand und Maklerkammer. Solche Makler werden vom Staatskommissar vereidigt, damit sie ihr Amt gewissenhaft ausüben. Amtliche Makler findet man in der Börse meist in der Mitte. Sie sind hinter den so genannten Schranken im Börsensaal platziert. Ihr Aufgabenbereich liegt in der Betreuung ganz spezieller Wertpapiere. Wenn die Börse schließt, fertigen amtliche Makler Schlussnoten an. Damit werden die vermittelten Geschäfte bestätigt. Das Honorar für diese Maklertätigkeit wird als Courtage bezeichnet.


An den amtlichen Handel werden beim Wertpapierhandel die höchsten Anforderungen gestellt. Er nimmt auch den größten Raum an deutschen Börsen ein. Mit Hilfe des amtlichen Handels werden 90 % aller Umsätze an der Börse getätigt. Dafür gelten harte EU-Regeln für den deutschen Börsenmarkt.

Öffentlich-rechtlich bestellte Makler bzw. ihre Kammer stellen die Eröffnungskurse amtlich fest. Für dort gelistete Wertpapiere aus dem In- und Ausland gelten außerdem besondere Vorschriften zur Veröffentlichung. Börsentäglich werden diese Daten im amtlichen Kursblatt der Börse, in der Tagespresse im Wirtschaftsteil sowie in einigen anderen Medien publiziert. Es besteht auch die Pflicht, jährliche Bilanzen sowie Wertpapier-Prospekte vorzulegen.


Beim Analysten handelt es sich um einen Experten für Wertpapiere. Mit professionellen Möglichkeiten versucht dieser, Aktienkurse und ihre Entwicklung oder Börsenindizes möglichst genau vorherzusehen und vorauszusagen. Zur Analyse dienen die Beobachtung von betriebswirtschaftlichen Daten (Fundamentalanalyse) und/oder die Beobachtung vom Kursverlauf der Aktien und Indizes (Chartanalyse).

Weiterhin ist eine markttechnische Analyse, d. h. die genaue Beobachtung anderer Teilnehmer des Finanzmarktes häufig Aufgabe eines Analysten. Aus diesen Angaben errechnet er ein Kursziel und daraus resultiert seine Handelsempfehlung. Er rät z. B. zum Kauf, zum Verkauf oder zum Halten der Anteile. Auftraggeber des Analysten sind u. a. Ratingagenturen, Banken oder die Finanzpresse.


Ein Arbeitgeberdarlehen ist in der Regel zinsgünstiger als ein normales Bankdarlehen. Gewährt ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer ein solches Darlehen, ist dies gleichzeitig auch eine Maßnahme, den Arbeitnehmer längerfristig an das Unternehmen zu binden. Im Gegenzug muss der Arbeitnehmer davon ausgehen, dass das Arbeitgeberdarlehen in voller Höhe sofort zurückzuzahlen ist, wenn er das Unternehmen vor Ablauf der Darlehensrückzahlung verlässt.

Arbeitgeberdarlehen unterliegen in Hinblick auf die steuerrechtliche Behandlung gewissen Kriterien. Es ist unumgänglich, einen formalen Darlehensvertrag auszuhandeln, in dem die Laufzeit, die Verzinsung, die Tilgung und eventuelle Sicherheiten exakt festgelegt werden. Nur so kann der Arbeitnehmer davon ausgehen, dass er das Darlehen steuerfrei erhält. Werden diese Vereinbarungen nicht schriftlich festgehalten, ist die gesamte Darlehenssumme als steuerpflichtiges Arbeitseinkommen zu betrachten. Auch wenn der Arbeitgeber auf die Rückzahlung des Darlehens verzichtet, wird der gesamte Kreditbetrag als steuerpflichtiges Einkommen betrachtet. Wird aber ein formaler Kreditvertrag abgeschlossen, muss der Arbeitnehmer nur den geldwerten Vorteil, den er durch das Arbeitgeberdarlehen erhält, bei seiner Steuererklärung berücksichtigen.

Grundsätzlich wird die Ermittlung dieses geldwerten Vorteils angelehnt an die effektiven Zinssätze der Deutschen Bundesbank, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültig sind. Ein Abschlag von bis zu vier Prozent ist hier erlaubt. Der geldwerte Vorteil, den der Arbeitnehmer bei einem Arbeitgeberdarlehen versteuern muss, ergibt sich somit aus der Differenz zwischen dem Effektivzinssatz der Deutschen Bundesbank und dem Zinssatz, den der Arbeitnehmer für sein Arbeitgeberdarlehen tatsächlich bezahlen muss. Dieser Zinsvorteil, den der Arbeitnehmer durch das Arbeitgeberdarlehen erhält, ist dann steuerfrei, wenn die Restschuld am Ende des Lohnzahlungszeitraums nicht über 1.080 Euro liegt.


Unter einem Avalkredit versteht man eine Bürgschaft, die von einem Kreditinstitut vergeben wird. Die Bank übernimmt damit eine so genannte Eventualverbindlichkeit und bürgt für die Bonität des Kreditnehmers. Dieses Bürgschaftsversprechen kann aber nur dann in Anspruch genommen werden, wenn der eigentliche Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt und alle rechtlichen Schritte zur Eintreibung der geschuldeten Summe erfolglos geblieben sind.

In Deutschland sind die gesetzlichen Bestimmungen zum Avalkredit im Handelsgesetzbuch in den § 349 bis 351 sowie im Bürgerlichen Gesetzbuch in den § 765 bis 778 geregelt. Mit einem Avalkredit werden im Gegensatz zu einem herkömmlichen Darlehen zwei Schuldverhältnisse nebeneinander geregelt. Das Hauptschuldverhältnis besteht zwischen dem Schuldner und dem Gläubiger. Daneben gilt das Nebenschuldverhältnis zwischen dem Gläubiger und dem Bürgen, in diesem Fall der Bank, die den Avalkredit akzeptiert hat.

Die großen Vorteile eines Avalkredites liegen darin, dass der Schuldner bei bestimmten Geschäften kein Bargeld oder keine Kaution hinterlegen muss, wenn er nachweisen kann, dass seine Bank ihm einen Avalkredit eingeräumt hat. Hierdurch kann eine übermäßige Belastung der eigenen Liquidität vermieden werden.

Avalkredite werden aus den unterschiedlichsten Gründen vergeben. So kennt man zum Beispiel einen Prozessaval, der zur Abdeckung von Gerichts- und Prozesskosten dient. Auch zur Absicherung gestundeter Steuer- oder Zollkosten kann ein Avalkredit als Sicherheit hinterlegt werden. Ebenso häufig kommt es vor, dass Avalkredite zum Beispiel im Bereich der Liefer-, Leistungs- oder Gewährleistungsgarantie oder als Absicherung von Vertragserfüllungen verwendet werden. Auch zur Kreditsicherung bei Außenhandelsgeschäften ist der Avalkredit ein probates Mittel, um entsprechende Sicherheiten vorzuweisen, ohne die Liquidität oder das Firmenkapital anzugreifen.